Makula-Loch

Ein Makula-Loch ist ein Defekt im Zentrum der Stelle des schärfsten Sehens. Im Frühstadium beeinträchtigt es die Sehschärfe kaum, auch ist die Lesefähigkeit noch erhalten. Hier kann der Verlauf noch beobachtet werden. Im fortgeschrittenen Stadium ist das Loch so groß, dass Lesen nur eingeschränkt möglich ist. Ohne eine chirurgische Behandlung verschlechtert sich das Sehvermögen oft weiter. Die Therapie besteht in einer vorsichtigen Absaugung des Glaskörpers und der Entfernung der geschrumpften inneren Netzhautmembran. Diese Membran ist wie ein Häutchen, welches die Netzhaut nach außen zieht und das Loch vergrößert.

Der operative Eingriff wird routinemäßig minimal-invasiv durchgeführt. Der Glaskörper wird zumeist durch ein Gas ersetzt. Nach der Operation, die ca. 30-45 Minuten, dauert sollte der Patient/die Patientin auf dem Bauch liegen oder auf den Fußboden schauen. Damit tamponiert das aufsteigende Gas das Loch, und dieses kann sich verschließen